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Neumünster, Würzburg

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Neben Wahrung der Intention des Künstlers bedeutet dies auch, die lebendige Geschichte eines Kunstwerkes als Zeitzeugnis zu respektieren, zu dokumentieren und zu erhalten. Ein dogmatischer Ansatz, ein Kunstwerk wieder auf seinen originalen Zustand zurückführen zu müssen, ist jedoch falsch. Es gehen so wichtige Informationen unwiederbringlich verloren, die zum Verständnis und zum historischen Selbstverständnis im Umgang mit dem Werk Aufschluss geben. Ebenso ist nicht möglich, durch eine Restaurierung einen entstehungszeitlichen, ursprünglichen Zustand eines Kunstwerkes wieder herzustellen - geschweige denn es „wie neu“ zu machen. Material altert. Es verändert im Laufe der Jahre Form und Aussehen. Es verliert an Stabilität und Elastizität. Meist sind Kunstwerke zudem nicht unberührt, so dass zusätzlich zu einer natürlichen Alterung die zahlreichen früheren Bearbeitungen einen untrennbaren Teil des momentanen Zustandes bilden. Es ist gerade das Wissen um das Alter, manifestiert im sichtbar gealterten Material, das ein Kunstwerk erst zu dem macht, was es ist: einen Gegenstand unserer Bewunderung, unserer Achtung und unserer Wertschätzung. Mit der Entwicklung individueller Konzepte zur Konservierung und Restaurierung versuchen wir die Authentizität und Identität eines jeden Kunstwerkes zu wahren, um so dem Eigentümer die Freude an seinem Original lange zu erhalten.

Internationale Grundsatzpapiere der Konservierung und Restaurierung

Charta von Venedig

Dokument von Vantaa

Charta von Lausanne

ECCO Professional Guidelines

The Nara Document on Authenticity

Standards für Museen 2006

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